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WER KENNT sie nicht: Serien wie Captain Future oder Heidi gehören wohl bei den meisten zu den Begleitern ihrer Kindheit. Auch diese Klassiker der animierten Unterhaltung haben, wie so viele, ihren Ursprung in Japan, wo es natürlich nicht dabei geblieben ist.
Auch heute noch wird kräftig produziert und animiert, und zwar das besser und umfangreicher denn je, auch wenn nur wenige Werke, den Weg in das heimische Fernsehen finden und so die Bekannt- und Beliebtheit des westlichen Publikums gewinnen.

Aber das ist ja ein Zustand, den es zu ändern gilt. Denn je mehr man sich mit der Materie befasst und je besser man sie kennen lernt, desto faszinierter wird man von ihr und kann sich ihrem Bann nicht mehr entziehen - so ging es zumindest mir und vielen Bekannten.

Manga und Animes (Comics und Zeichentrickfilme aus Japan) sind trotz ihres relativ geringen Bekanntheitsgrades auf dem Vormarsch und auf gutem Wege hier jene Anerkennung zu finden, die sie in ihrem Ursprungsland und vielen anderen, auch europäischen Ländern schon gefunden haben; vorausgesetzt man(n oder Frau) ist nicht zu voreingenommen und beeinträchtigt durch Vorurteile, von denen dieses Genre leider immer noch geprägt wird.

ANIME [vom engl. "Animation"] werden in Japan allgemein Zeichentrickfilme genannt. Im Westen bezeichnet man damit speziell die sich in Stil, Handlung und auch Zielgruppe von westlichen Produktionen unterscheidenden japanischen Werke.

Denkend an westliche Zeichentrickfilme, Disney oder Sailor Moon und Pokémon, schreibt man dieses Metier größtenteils immer noch der Kinderunterhaltung zu und ignoriert die Tatsache, dass die meisten Manga und Animes ein älteres Publikum als Ziel haben oder hält an den Klischees fest, dass diese Werke gewaltverherrlichend und/oder sexistisch sind. Schubladendenken, das leider viel zu häufig durch einseitige, voreingenommene und schlecht bis nicht recherchierte Berichterstattung hervorgerufen und gefördert wird.

Denn wenn man sich selber abseits der Pauschalitäten mit diesem Thema intensiv konfrontiert, sieht man sich etwas gegenüber gestellt, das man einfach nicht mit ein paar Worten beschreiben, definieren, geschweige denn pauschalisieren kann und darf, so mannigfaltig und vielfältig ist eben die Kunst der japanischen Animation.

MANGA [jap.; wörtl.: "verspielte Bilder"] ist die Bezeichnung für japanische Comics. Sehr umfangreiche Werke und größtenteils in schwarz-weiss gehalten. Auch in Deutschland liest man diese zumeist von rechts nach links und von hinten nach vorne, um dem Original treu zu bleiben. Falsch: Manga sind keine Filme!

Mal allerliebst kindlich, mal weise erwachsen, mal albern lustig, mal erschreckend ernst, mal erfrischend oberflächlich und mal unergründlich tiefgehend in vergangen, gegenwärtigen, zukünftigen oder fantastischen Szenarien. Das Spektrum der Japanimation kann man in ein paar Sätzen nicht einmal anreißen... gerade das macht ein Grossteil der Faszination aus.

Ebenso verhält es sich mit künstlerischen Umsetzung der Thematik - dem vielseitigen Charakterdesign, dem zum Teil sehr komplexen Aufbau des Handlungsverlaufs und dem unverwechselbaren Zeichenstil; anders als westliche Animationen verstehen es japanische Pendants die Geschichten mit Hilfe vieler charakteristischer Eigenheiten lebendiger, dynamischer, anschaulicher und aufregender zu vermitteln.
Stilmittel, denen sich mittlerweile auch westliche Produktionen sogar in Realfilmen bedienen - die Macher von "Matrix" zum Beispiel ließen sich, wie sie selber einräumen, in vielerlei Hinsicht vom Anime-Stil inspirieren und beeinflussen.

Das und mehr will die Manga-Anime-Connection Kempten, kurz MACK, dem Interessierten bieten und nahe bringen. Die Begeisterung verbreiten, Vorurteilen und Klischees entgegenwirken, aufklären - und natürlich unterhalten.
Bei unseren monatlichen Treffen hat man die Gelegenheit sich kennen zu lernen, auszutauschen und mehr über die Materie zu erfahren - jedes Mal gibt es einen abwechslungsreiches Anime-Programm, bei dem für jeden etwas dabei ist.

Auch wenn die Beteiligung an unserem Projekt noch relativ gering ist hoffen wir, weitere Fans zu finden und zu gewinnen, damit unsere Community weiter wächst und diese japanische Kunstform aus der Schublade geholt wird, in
der sie im Moment noch steckt.

 


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